Natürlicher Schutz gegen Zecken

Ganz ohne Chemie

Natürlicher Schutz gegen Zecken – ganz ohne Chemie

Ein unbeschwerter Sommer steht vor der Tür …

In meiner Praxis werde ich immer wieder gefragt, wie ich selbst meinen Hund vor Zecken schütze. Ich selbst habe jetzt in 20 Jahren meinen 2. Hund und diese nachfolgenden Mittel verwende ich seitdem ausschließlich.

Das heißt nicht, dass ich seitdem keine einzige Zecke mehr an meinem Hund hatte, doch durch die ätherischen Öle hat sich die Zeckenzahl auf ein Minimum reduziert, so dass ich in der Regel pro Jahr vielleicht 5-6 bei meinem Hund habe, obwohl er den ganzen Tag draußen im Garten auf der Wiese liegt und mit mir durch Wald und Felder läuft.

In der Homöopathie und ganzheitlichen Lehre sagt man, „wenn das Tier gesund und im Gleichgewicht ist, dann suchen sich die Zecken und Parasiten lieber einen anderen Wirt aus, den sie aussaugen können und der besser schmeckt und riecht“ und das kann ich bei meinen Hunden nur bestätigen.

Viele handelsübliche Zeckenschutzmittel oder Halsbänder enthalten chemische Stoffe, die den Hund in der Regel 4 Wochen vor den „Parasiten“ schützen. Das ist zwar sehr praktisch und viel einfacher als jeden Tag den Hund einzusprühen oder einzureiben, kann aber einen Hund, der schon ein etwas geschwächtes Immunsystem oder einen „gestörten“ Stoffwechsel hat, weiter aus seinem Gleichgewicht bringen und Symptome wie Juckreiz oder Allergien … auslösen.

Alternativ zu den „chemischen Mitteln“ empfehle ich seinen Hund oder das Pferd mit ätherischen Ölen einzureiben, einzusprühen oder zusätzlich mit etwas Knoblauch zu füttern. Für ein Pferd max. ½ Zehe (keine Knolle!) pro Tag und für den Hund etwa eine Messerspitze voll, am besten frisch gepresst oder alternativ als Pulver (ca. 2 gr. pro Tag für einen Hund mit ca. 20-25 kg. Körpergewicht).

Wenn die Zeckenzeit Hochkonjunktur hat, empfehle ich das jeden Tag, sonst reichen diese Dinge aus, wenn man sie 2-3 mal pro Woche anwendet. Die ätherischen Öle halten in der Regel 10-12 Stunden an.

Hierzu mischt man z.B.

  • Bio-Kokos-Öl (gibt es z.B. im Reformhaus, Bio-Laden, Drogerie) oder
  • EM (Effektive Mikroorganismen) oder
  • Obstessig mit Wasser verdünnt (eignet sich gut um Pferde komplett einzusprühen) oder
  • Neem-Öl (bekommt man über das Internet)

mit ein paar Tropfen verschiedener, ätherischer Öle. Je nach eigenem Geschmack und „Duftnote“, kann man 1 Öl verwenden oder auch 2 – 4 miteinander vermischen.

Hier eine Auswahl verschiedener Öle, die sich über Jahre schon bewährt haben:

Nelken-Öl, Geranium-Öl (= Geraniol), Citronella-Öl, Lavendel, Zedernholz, Limonen-Öl, Zitronen-Eukalyptus, Thymian, Oregano, Grapefruit, Myrrhe, Rosenholz.

Bitte möglichst nur Öle aus biologischem Anbau verwenden, da diese frei von Pestiziden sind.

Geraniol ist eines der wirkungsvollsten, welches auch in vielen fertigen Anti-Mücken und Anti-Zeckensprays enthalten ist. Auch ein paar Tropfen eines fertigen Anti-Mücken-Sprays können für den Hund oder das Pferd mit Bio-Kokosöl oder Effektiven Mikroorganismen (oder verdünntem Obstessig) vermischt und aufgetragen werden. Ich empfehle die ätherischen Öle immer mit einer der o.g. Trägersubstanz zu mischen, denn pur aufgetragen, kann es schnell zu Juckreiz oder Allergien kommen. Sehr gut funktioniert auch das altbewährte Teebaum-Öl. Der riecht am intensivsten. Hier reichen schon wenige Tropfen mit etwas Kokosöl vermischt.

Doch bitte beachten: Alle stark riechenden Öle, die viele ätherische Öle enthalten – und damit auch die Parasiten verjagen – löschen etwas die Wirkung der Homöopathie oder können Juckreiz auslösen, wenn sie zu intensiv und zu wenig verdünnt aufgetragen werden.

Probieren Sie es aus und mischen Sie doch einfach mal 1 gehäuften Esslöffel Bio-Kokosöl mit 2-4 Tropfen Ihres Öls und riechen Sie mal daran. Das Ganze dann am besten in einem kleinen Marmeladenglas oder in einer Platikdose nach eigenem Wunsch und Intensität mischen und fertig in den Kühlschrank stellen. Diese Mischung hält ca. 4 Wochen, wenn sie kühl gestellt ist.

Jetzt muss man nur noch vor dem Gassi gehen seinen lieben Hund zu sich rufen, sich etwas von dem herrlich duftendem Gemisch auf die Handflächen geben, kurz in den Händen verreiben und den Hund damit liebevoll an Beinen, Bauch und seitlich der Wirbelsäule, vom Nacken bis zur Rute dünn einreiben. Bei langhaarigen Hunden ggf. das Fell etwas auseinander ziehen.

Wenn Sie Ihren Hund bei jedem „einreiben“ und liebevollen „einstreicheln“ mit Lob und anfangs mit Leckerlis belohnen, wird er dieses neue Ritual bald sehr mögen, sich an den Geruch gewöhnen und die Zecken gerne dort lassen, wo sie hingehören.

Damit wünsche ich Ihnen und Ihrem Tier eine schöne, zeckenfreie Sommerzeit!

Ihre

Unterschrift Claudia Scheller

Kollegen Assistentin Hund Sally
Entspannungspausen im Unterricht

Praxis in Oberursel (Taunus)

Kontakt und telefonische Sprechzeiten

Praxis Claudia Scheller
Alberusstraße 3 a
61440 Oberursel

Tel.: 06171- 88 69 780
Mobil: 0173-30 30 802

Telefonische Sprechzeiten:
Di, Do, Fr: 9:00 – 10:00 Uhr

Termine nach Vereinbarung!

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Schule & Praxis für Tierheilkunde

Claudia Scheller
Alberusstraße 3 b
61440 Oberursel

Tel.: 06171- 88 69 780
Mobil: 0173-30 30 802

E-Mail: claudia.scheller@gmx.de